Computer in der DDR

Wenn über Computer in der DDR geredet wird, dann meistens spöttisch, wie vom "ersten begehbaren Mikrochip der Welt". Aber das wird den unzähligen Betrieben (von denen Robotron nur einen Teil ausmacht) mit mehreren hunderttausend Beschäftigten nicht gerecht.

Gerade in den letzten zehn Jahren der DDR, von 1980 bis 1989, entsteht eine unüberschaubare Anzahl von Produkten – Digitaluhren, Taschen­rechner, Heimcomputer, PCs, Lerncomputer, eine Spielkonsole, ein Münzautomat, Drucker und vieles, vieles mehr. Als eines von sehr wenigen Ländern auf der Welt entwickelt die DDR fast jedes Einzelteil selbst, vom Prozessor bis zum Gehäuse. Doch bleibt sie gefangen in einer Welt voller Gegensätze.

Zum ersten Mal erzählt ein Büchlein die Geschichte des Computers in der DDR. Von den ersten Großrechnern über Kleincomputer hin zu PCs. Mit zahlreichen Interviews und Zitaten von Zeitzeugen.

  • René Meyer: Computer in der DDR
  • Format A5, broschürt
  • 150 Seiten
  • farbige Abbildungen
  • Preis: kostenlos
  • Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
  • ISBN: 978-3-946939-74-0
  • Erscheinungstermin: 24. Juli 2019

Inhalt: Kurze Geschichte der Rechentechnik • Auf und Ab der Kybernetik • Kombinate in der DDR • Das Hightech-Embargo und seine Folgen • Mikrochip-Klone • Oprema • Zeiss-Rechen-­Automat ZRA1 • D1 bis D4 aus Dresden • Robotron 300 • ESER-Standard • Tisch­rechner • Taschenrechner • Die Geburtsstunde des Heim­computers • Bausätze und Bastelcomputer • Lern­computer • Kleincomputer • Bildungscomputer BIC • Der letzte Heim­computer der DDR • Westcomputer • Messe Leipzig • Das große Computertreffen in Böhlen • Büro­computer • Bürosoftware • Grafik und CAD/CAM • Computerkunst • Computerspiele • Drucken und Kopieren • Schülerkurse • Computerklubs • Volkshoch­schulen • Programmier­olympiaden • TV-Sendung Computer­stunde • Software aus dem Radio • Die einzige Spielkonsole der DDR • Spielautomat Poly-Play • Schach­computer • LCD-Spiele • KC-Club • Utopische Literatur • Science Fiction im Film • Elektronische Musik

Bezug

Das Büchlein wird von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT) herausgegeben. Es ist kostenlos, wird aber nicht über den Buchhandel vertrieben. Es kann nur direkt beim Herausgeber bestellt werden. Dabei fallen Versandkosten an. An Adressen in Thüringen 4 Euro für bis zu 3 Bücher, an Adressen außerhalb Thüringens 5 Euro pro Buch. Eine Bestätigung per E-Mail erhält man wohl nicht; das Buch wird per Rechnung verschickt; die Versandkosten werden nach Erhalt überwiesen.

Kostenlos abgeholt werden kann es bei Retro-Veranstaltungen, an denen das "Haus der Computerspiele" teilnimmt, sowie beim Herausgeber und beim Autor.

  • LZT, Regierungsstr. 73, 99084 Erfurt, während der Öffnungszeiten am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
  • bei RETRO Games, Mockauer Straße 13, Leipzig
  • beim Autor in Leipzig

Links rund ums Buch



Leihstellungen

Heimcomputer IMSAI 8080
seit Sommer 2018 im
Binarium Dortmund

Leihstellung

Mattel Power Glove, MB Mini Senso,
Atari Touch Me, Magnavox Odyssey
seit Sommer 2020 im
ZCOM Zuse-Museum Hoyerswerda

Leihstellung

Heimcomputer Laser 210,
Btx-Terminal Loewe MultiTel u.a.
seit Oktober 2020 im
Schloss Hartenfels Torgau

Leihstellung


Buch

"Computer in der DDR"

Team